OberammergauMuseum
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„Mit künstlerischem Gespür“ - Natur und Kultur des Ammertals als Inspiration

4. Mai – 4. November 2018

 

Das 1910 eröffnete und in weiten Teilen authentisch erhaltene Oberammergau Museum ist eines der ältesten und bedeutendsten kulturhistorischen Museen Bayerns. Seit über 500 Jahren wird in Oberammergau geschnitzt und so zeigt die feinsinnige Sammlung vielfältige Ausschnitte der Kunst und des Kunsthandwerks vom 17. Jahrhundert bis in die Moderne. Die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Dorfes wird in Texten und Filmen thematisiert.

In den in der Sonderausstellung gezeigten Gemälden, Stichen, Zeichnungen und Aquarellen wird deutlich, dass im 19. Jahrhundert nicht nur die Landschaft des Ammertals, sondern vielmehr Dorfansichten, einzelne Häuser und vor allem auch das Oberammergauer Passionsspiel internationale Künstler wie u.a. Eliza Greatorex inspiriert haben. Neben diesen z.T. illustrierenden Werken vermitteln die Bilder von in Oberammergau aufgewachsenen Malern wie Michael Zeno Diemer, Theo Lang oder Lucia Breitsamter einen vertrauten Blickwinkel. Seit den 1970er Jahren haben wiederum sehr unterschiedliche Maler – Hinzugezogene oder dort Aufgewachsene- wie Ernst Neukamp, Elisabeth Endres, Lisa Kreitmeier uvm. Landschaft und Kultur des Ammertals als Inspiration für ihre Werke verstanden.

Ebenso verweisen die ausgestellten Skulpturen darauf, wie verschieden Natur und Kultur „mit künstlerischem Gespür“ interpretiert werden. Nachdem die Landschaft im 19. Jahrhundert zu dem bestimmenden Thema in der Malerei geworden war, folgten die Oberammergauer Schnitzer diesem Trend. Da es nicht möglich ist, eine Landschaft zu schnitzen – man kann den Himmel oder das Licht nicht wiedergeben - stellte man meist eine Fels- oder Bergkuppe mit Menschen in Bauern- und Jägertracht dar. Im 20. Jahrhundert werden diese Themen dann in Bronze oder Holz abstrakter umgesetzt.

Bildunterschriften:
Elisabeth Endres, Es ist ganz anders (Ausschnitt), Öl auf Leinwand, 1995
Fritz Bergen, Zum Theater, Federzeichnung, 1890
Heinz Butz, Kofel, Zeichnung, 1994
Ernst Neukamp, Kofelhex, 1999
Theo Lang, Graswangtal, 1943  

Im Medienraumraum können Sie u.a. einen Film über das Passionsspiel oder historische Filme über Oberammergau sehen.

 

 

Bitte beachten Sie auch unsere Partnermuseen: 
Werdenfels Museum Garmisch-Partenkirchen 
und Geigenbaumuseum Mittenwald

Natur und Kultur haben in unserer Region gleichermaßen Maler und Bildhauer inspiriert. Dabei kamen seit Beginn des 19. Jahrhunderts Künstler aus ganz Deutschland und anderen Ländern - vor allem auch aus den Großstädten hierher, um sich inspirieren zu lassen. Gleichermaßen hat sich aber auch in Isar-, Loisach und Ammertal, entlang der Handelstraßen über die Alpen eine eigene Volks kultur entwickelt. Diese wurde zum einen durch vielfältige Einflüsse von außen, ebenso aber auch durch die Naturerfahrung geprägt. Dadurch kamen und kommen auch aus einheimischen Familien berühmte Bildhauer, Maler oder Musiker. Die drei kulturhistorischen Museen des Landkreises in Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau zeigen in ihrer gemeinsam konzipierten Ausstellung, Werke in denen die verschiedensten Facetten dieser Inspiration umgesetzt wurden.

www.werdenfels-museum.de

www.geigenbaumuseum-mittenwald.de

 

 

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

Museumspädagogische Kurse mit Michaela Johanne Gräper:

jeweils 15 - 17 Uhr im Oberammergau Museum, Materialkostenbeitrag 5,- €, telefonische Anmeldung (08822 94136) erbeten bis spätestens 1 Tag vor dem Termin 

Samstag 9. Juni: Tierische Bilder

Ihr malt GROSSFORMATIGE Bilder von den Tieren, die in unseren Wäldern und Bergen leben. Die Phantasie kennt keine Grenzen! (Ab Schulalter)

Samstag, 11. August: Kreativ-Werkstatt für Erwachsene

Zeichnen leicht gemacht! Je nach Wetterlage werden wir drinnen oder draußen ein Motiv auswählen. bitte soweit vorhanden, Stifte und Skizzenbuch mitbringen. Es gibt natürlich auch vor Ort passendes Material, auch zu colorieren.

Samstag, 6. Oktober: WILD - ein bayerisches Bilderbuch

Ihr gestaltet, klebt, malt, schnibbelt, zeichnet durcheinander, übereinander, ineinander euer eigenes heimatliches Bilderbuch und es entsteht eventuell eine kleine Geschichte. (Ab Schulalter)

 

 

 

Mythos Bayern _ preview

Ausstellung des Künstlerbunds Garmisch-Partenkirchen vom
27. März - 15. April 2018

Mythen erheben in der Regel einen Anspruch auf Geltung für die von ihnen behauptete Wahrheit. Mythos schafft Wissen durch Erzählung im Gegensatz zur wissenschaftlichen Erklärung, mit anderen Worten: Mythos hat immer auch etwa sehr Geheimnisvolles, Märchenhaftes. „Der Mythos ist die Matrix des Weltbildes – er stellt ein Bild von der Welt und umstellt die Welt mit Bildern“ (Norbert Bolz, Eine kurze Geschichte des Scheins, 1991). Genau das tun die Künstler dieser Ausstellung: Sie haben sich aus ihrer sehr persönlichen Sicht mit dem Phänomen „Mythos Bayern“ bildsprachlich auseinander gesetzt. Dabei liegt der Fokus, entsprechend der kommenden Landesausstellung in Ettal, ganz gezielt auf dieser Region mit ihren vielen Facetten. Die damit verbundenen Assoziationen reichen von der kritisch oder atmosphärisch betrachteten Bergschönheit, über Betrachtungen zur wirtschaftlichen Lage , Augen-zwinkernder Satire bis hin zu ernst gemeinter Kritik am allzu selbstgefälligen Bild von einem „dahoam is dahoam“ und einem „mir san mir“. Das Besondere an dieser Schau ist, dass die künstlerischen „Statements“ nicht nur im Kontext der Räumlichkeiten für Sonderausstellungen des Museums zu finden sind, sondern dass einige Exponate subtil und sinnfällig in der ständigen Ausstellung als temporäre Interventionen entdeckt werden können.

Bildunterschriften:
Nicola von Thurn, „Wilderer“, Selbstporträt, Porzellanmesser, 2014/15
Michael von Brentano, Gamsbock ebay-Nr. 2308809348667, weitergeschnitzt, 2014

Finissage: Sonntag 15. April 2018 ab 15.00 Uhr mit „mythisch-bayerischen Klängen“ und Gelegenheit mit den ausstellenden Künstlern zu sprechen.

 

 Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier

 

 

 

 

 

 

 

 
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