OberammergauMuseum
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18. / 19. JAHRHUNDERT
20. JAHRHUNDERT
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18. und 19. Jahrhundert

Die neun Räume im ersten Obergeschoss zeigen weitgehend noch die originale Museumseinrichtung von 1910. Sozusagen "ein Museum im Museum". Der Schwerpunkt liegt auf der Oberammergauer Holzschnitzerei.
Begrüßt wird der Besucher von Puppenköpfen, Karussells, Kegelspielen, Faden- und Steckengauklern, und anderem Spielzeug. Im zweiten Raum wird die Präsentation der ehemals sehr erfolgreichen und vielfältigen Oberammergauer Spielwarenproduktion mit zahlreichen Tieren, Wagen, Karren und Soldaten sowie einem beweglichen Modell der Eroberung der österreichischen Festung Scharnitz 1805 durch die Franzosen fortgeführt.

Der nächste Raum ist den Rokokoarbeiten gewidmet.
Hier werden hauptsächlich Taschenuhrenständer und allegorische sowie mythologische Figuren gezeigt.
Die Raumausstattung wird durch ein Modell des 1762 von Franz Xaver Schmädl für die Pfarrkirche geschaffenen Hochaltars, und zwei Kommoden komplettiert.

Ein geschnitztes Modell des Oktoberfestzugs von 1835 anläßlich der Silberhochzeit des bayerischen Königspaars Ludwig I. und Therese fällt dem Besucher beim Weitergehen wohl zuerst ins Auge. Die Wandvitrinen zeigen die große Vielfalt der Oberammergauer Schnitzerei. Bei den gefassten Kleinplastiken: Kutschern, Postillionen, Jägern, Bauern, Liebespaaren und vielen anderen Motiven fällt als erstes die bunt leuchtende Farbgebung ins Auge .
Die drei Schaukästen an der Front- und Längsseite sind dagegen den naturbelassenen Feinschnitzereien vorbehalten.
Bemerkenswert sind z.B. das wunderbar feingeschnitzte Abendmahl oder die "Kofeljagd": auf einem 42 cm hohen Bergkegel verteilen sich 15 in Oberländer Tracht gekleidete kletternde Jäger und ebenso 15 springende oder bereits erlegte Gemsen.
Andere aufwändige Schnitzereien zeigen Familienidyllen, Schäferszenen oder sogar einen Almabtrieb.
Auch Gebrauchsgegenstände wie Briefbeschwerer, Nadeletuis, Döschen, Vasenständer und Schatullen wurden feingeschnitzt.

Der nächste Raum stellt eine Oberammergauer Verlegerstube dar. Die bemalten Türen, der Wandschrank, das Stehpult, der prächtige Kachelofen - das gesamte bürgerliche Interieur bildet das genaue Gegenstück zu der schlicht gehaltenen, dunklen, einfarbigen Schnitzerstube.
Die Verlegerstube war vom Architekten des Museums, Franz Zell (1866-1961) eigens inszeniert und gestaltet worden. Bei der Schnitzerstube dagegen verhält es sich anders: die Wand- und Deckenvertäfelung mit Wandbank, Türen und Kastenschrank sowie dem Kachelofen stammten tatsächlich aus dem Haus des Schnitzers Thomas Rendl (1838-1916).

Im anschließenden Raum wird die religiöse Bildwelt gezeigt. Das Leben Christi, Mariendarstellungen, Gnadenbilder von Wallfahrtsorten, Heilige und Szenen aus dem Alten Testament, all dies wurde in Holz geschnitzt und bunt gefasst. Im letzten Raum des Rundgangs wird die umfangreiche Sammlung von Kruzifixen gezeigt.

 

 
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