Kleinskulpturenwettbewerb zur Passion 2020

Oberammergau Museum
Thema

Alle 10 Jahre stellen über 2000 OberammergauerInnen gemeinsam auf der Passionsbühne das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi dar, dabei tragen die meisten von ihnen, die das Volk darstellen ähnliche Gewänder. Symbolisch wird ein Teil des Oberammergau Museums 2020 mit einem Kubus „ummantelt“, der zum Teil aus diesen Gewändern vergangener Passionen, die nicht mehr verwendet werden können, besteht oder sie zitiert. Dabei wird der Kubus im Inneren des Museums fortgeführt. Innerhalb des Kubus (im Museum) werden Vitrinen und Objekte verhüllt und nur einige Exponate/Kleinskulpturen zum Thema „Passion“ gezeigt. Diese werden dadurch aus dem Zusammenhang der Massenherstellung hervorgehoben. Bei der Verhüllung/Verfremdung wird mit Papier gearbeitet. (Papier als Zwischenform zwischen Stoff und Holz, dem Material der meisten Exponate). Betritt man den Kubus oder verlässt ihn, geht man durch Stoffbahnen aus den Volksgewändern. Der Besucher wird gleichsam für einen Moment Teil der kollektiven Geschichte des Dorfes.

Menschen leben, freuen sich, arbeiten, leiden gemeinsam und aneinander. Dennoch versucht jeder/jede die eigene Individualität zu bewahren. Der menschliche Lebensweg von der Geburt bis zum Tod ist unweigerlich auch von eigenem Leiden und dem Leiden anderer Menschen und der Natur geprägt.

Vor diesem Hintergrund sollen künstlerische Kleinskulpturen entwickelt werden, die sich mit dem Leben, Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi beschäftigen und dabei die Frage nach individueller Identität stellen.

Teilnahmebedingungen bitte persönlich im Museum abholen oder per mail anfordern unter: museum@gemeinde-oberammergau.de