(IM)MATERIELL – Stoff, Körper, Passion

Eine Gebäude- und Rauminstallation zur Passion / ERÖFFNUNG VERSCHOBEN
Oberammergau Museum
Modul aus Gewändern der Passion 2010, Oberammergau Museum 2020

Ein Teil des Oberammergau Museums wird mit den kaschierten Volksgewändern der Passionsspiele 2000 und 2010 umbaut. Der dadurch ummantelte Innenbereich wird zu einem Erfahrungs- und Besinnungsraum. Ein großer Teil der Kleinskulpturen der Sammlung aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert stellt die Geburt, das Leben, Leiden, Sterben und die Auferstehung Christi dar. Durch Verhüllungen, Verfremdungen und Lichtprojektionen wird der Blick auf einzelne Exponate gelenkt.  Der Weg beginnt in der Krippenabteilung, führt durch die historischen, 1910 eingerichteten Räume und endet in einer großen Rauminstallation. Dabei betritt und verlässt man immer wieder den verfremdeten Bereich. Das Museum wird zu einem Ort der Reflexion über die eigenen Prägungen, Ängste, Vorstellungen und der Frage nach Erlösung. Zuletzt erhält jede Besucherin und jeder Besucher ein kleines Stück Stoff der alten Volksgewänder als Symbol für den (im)materiellen Austausch und die Gemeinschaft zwischen Menschen.